Abi+Pause=?

In einem Monat beginnt das Abitur. Und was heißt das nun für die Abiturienten? Lernen, lernen und lernen. Ich weiß noch, als ich in der Schule war, wurde das Lernen immer in Zeiteinheiten gemessen. “Sag mal, wie lange hast du denn für die Klausur gelernt?” “Ich lern schon ewig und hab mindestens 15 Stunden runter” sagte der eine. Der andere kam vollkommen relaxt zur Klausur und meinte nur “ach, ich habs mir gestern einmal kurz durchgesehen!” Und was war meist das verrückte, die Ewiglerner schnitten gar nicht so gut ab. Woran liegts? Wenn man mal über sich selbst nachdenkt, und sich die Nachmittage vorstellt, an denen man am Schreibtisch sitzt und versucht seinen Lernstoff ins Hirn zu bekommen, geht es da nicht den meisten so, dass man umso länger man sitzt desto mehr beginnen die Gedanken zu kreisen? Die Konzentration ist weg und es kommt der berühmte Satz: “In meinen Kopf geht irgendwie nichts rein!”  Lang lernen bringt also rein gar nichts, weil die Konzentration nicht mit macht! Die Qualität schlägt Quantität wie so oft mal im Leben.
Nur wie erzeugt man Lernqualität?
Da kann ich leider nur sagen:”Mach mal ne Pause!” Pause ist jedoch nicht gleichzusetzen mit “ich chatte mit der Freundin” oder “schau mal in Facebook vorbei”. Pause heißt, ich stehe auf und bewege mich. Trinke ein Glas Wasser oder mache es so wie ich und gehe mal mit den Hunden um den Stock.

Luna macht Pause

Jetzt wird jedoch gleich der erste Widerspruch kommen, denn Pausen kosten Zeit. Wertvolle Lernzeit! Ich weiß, wir leben mittlerweile in einer Anti-Pausen Gesellschaft. Man hat keine Pause vom Erreichbarsein, viele Erwachsene haben keine Pause von der Arbeit, weil man sich auch die Arbeit mit nach Hause nimmt. Es gibt keine Pause von den Freunden, weil jeder durch Facebook weiß, wo der andere gerade ist. Pausen sind out.
Dabei sind sie enorm wichtig um mal das Hirn auf Stand-By zu schalten, dass sich unser Konzentrationsakku wieder aufladen kann.
Alle halbe Stunde eine kurze Pause und alle 2-3Stunden eine längere Pause und wir haben konstant gute Leistung. So lässt sich auch das Lernpensum trotz Pausen in einer schnelleren Zeit schaffen.
Als Abschluss noch mein damaliger Abivorbereitungsplan. Nach den Osterferien gab es bei uns so gut wie keine Noten mehr, deshalb habe ich mir zu dieser Zeit selbst Entschuldigungen geschrieben (mit 18 darf man das) und ich hatte auch sehr viele Vormittage zum lernen. Vormittags um 9.00 Uhr begann ich mit Lernen und arbeitete mit kurzen Pausen bis 12.00Uhr. Es folgte das Mittagessen und 30min schlafen. Um 14.00 musste ich ja wieder zur nächsten Schicht bis 17.00Uhr fit sein. Danach war aber Schluss und ich ging entweder am Abend ins Schwimmtraining oder mit Freunden weg (bis max. 22.00 Uhr). So verbrachte ich die Wochen vor dem Abi relativ entspannt und habe zudem noch die Noten erreicht, die ich wollte…

Ein Jahr Bildungspaket

http://www.bildungspaket.bmas.de/nc/startseite.html

http://www.bildungspaket.bmas.de/nc/startseite.html

Eigentlich sollte das Bildungspaket schon zu Beginn des Jahres 2011 starten. Doch unsere Bundesregierung brauchte noch etwas Zeit und somit trat das Gesetz für Bildung und Teilhabe erst zum 1. April in Kraft. Ja, es war also beschlossen, dass ca. 2,5 Millionen Kinder aus Geringverdienerfamilien mehr Zukunftschancen haben sollen. Aber was beschlossen ist, das kann leider noch lange nicht umgesetzt werden. Es ist zwar nett, dass Frau von der Leyen, Kindern von Eltern, die HartzIV oder Wohngeld empfangen einen Zuschuss zu Sport, Musik, Kultur geben möchte oder die Schulausflüge bezahlen will, sowie einen Anteil der Kosten für Mittagessen in Schule, Kita oder Hort bezahlt, nicht zu vergessen die Lernförderung, aber wie kommt das Geld zu den Kindern?
Über die Stadt, also Wohngeldstelle oder den Jobcenter, würde sie darauf sagen. Jaja, sage ich, doch das ist leider nicht so einfach.
Die Formulare sind so komplex und die Sachbearbeiter so überarbeitet, dass ich den ersten Antrag für Lernförderung im Oktober letzten Jahres zu Gesicht bekam (also 6 Monate nach Start des Bildungspaketes) und dessen Genehmigung war nicht einmal sicher. Ich wusste also 4 Wochen lang nicht, ob ich überhaupt mein Geld bekomme, wenn ich die Schüler schon vorher unterrichte.
Mein Fazit nach weiteren 6 Monaten ist jedoch wesentlich besser. Mittlerweile hat unsere Stadt einen Gutschein eingeführt. Die Vorderseite füllt der Lehrer aus und gibt die Fächer und den Förderumfang an und wir müssen auf der Rückseite nur monatliche Pauschale sowie Kontoverbindung angeben. Genehmigt ist der Gutschein schon und das Geld kommt auch automatisch ohne Rechnungsstellung.
Es wird also.
Kleine Verbesserungsvorschläge hätte ich zwar noch, aber solche Dinge, dass generell eine Anteil von den Eltern zur Lernförderung selbst getragen werden muss (sie würden es meiner Meinung dann wesentlich ernster nehmen und ihre Kinder auch animieren zu Hause zu üben und regelmäßig zu kommen), das ist nicht Sache der Stadt, sondern eigentlich eine Sache worüber vor Verabschiedung des Gesetzes schon nachgedacht hätte werden müssen.

In diesem Sinne: Happy Birthday Bildungspaket und vielleicht wirst du im kommenden Jahr deine Kinderkrankheiten los :-)

Warum brauchen wir Nachhilfe?

Am Wochenende war ich auf der Mitgliederversammlung vom BIN und habe dort einen interessanten Vortrag gehört. Entgegen der Meinung der meisten und auch entgegen der Meinung vieler Studien, die die Hauslehrerschaft als Ursprung der Nachhilfe und das eigentliche Entstehen der kommerziellen Nachhilfe in den 70ern sehen, durfte ich erfahren, dass es schon im antiken Griechenland Nachhilfe gab! Also ist Nachhilfe gar kein Phämonem der Neuzeit, sondern schon immer und auch überall vorhanden, wo es Schulen gibt. Interessant…

Das bringt mich auf den nächsten Punkt, den ich gelesen habe in einem Buch über individuelle Förderung. Man hat versucht herauszufinden, weshalb manche Schüler Einzelförderung, also auch Nachhilfe benötigen. Die Autoren haben es an 4 Ursachen festgemacht:

Schüler, Schule, Familie und Umwelt

Alle 4 Bereiche haben Einfluss auf das Lernen. Mal der eine, mal der andere mehr. Spannend wird es, wenn man sich mal überlegt, welcher der Einflussbereiche zur Zeit bei einem selbst auf die persönliche Leistung sich wie stark auswirkt.

In der Pubertät rückt beispielsweise das eigene Selbst in den Mittelpunkt und vielleicht auch noch die Umwelt, also die Freunde. Die Schule ist zu dieser Zeit oft Nebensache. Da ist es dann egal, wie gut oder schlecht manche Lehrer sind, man hat einfach keine Ressourcen frei aufzupassen!
Das erklärt vielleicht auch, weshalb die meisten Schüler, die zu uns kommen gerade mitten in der Pubertät stecken. Die Schule und Eltern können sich auf den Kopf stellen, da einfach man selbst und seine eigenen Probleme wichtiger sind.

Trotzdem muss die Schule muss ja irgendwie bewältigt werden. Und meist bekommt man schließlich den Lernstoff in das Hirn eines Schülers nur mit Nachhilfe. Hier können sie zumindest 90min nicht aus… (wobei die reine Anwesenheit leider nicht ausreicht um gute Noten zu erzielen – aber das ist ein anderes Problem).

Natürlich gibt es auch noch andere Gründe, weshalb Schüler Nachhilfe benötigen. Ist der Lehrer oft krank oder fallen Stunden aus, es gibt Probleme in der Familie, die alle Aufmerksamkeit fordern, so verpasst man auch einiges an Lernstoff, der später als Grundlage fehlt.

Aber Fazit und zu Entlastung unserer Schüler: Es liegt nicht an der heutigen Jugend!! Es gab die Nachhilfe schon immer und die oben aufgeführten Gründe wirds auch immer geben…

 

Eure Astrid

 

Hilflosigkeit

Heute geht es nun endlich weiter mit dem Thema Prüfungsangst. Letzte Woche habe ich ein wenig recherchiert und bin dabei über die Hilflosigkeit gestolpert. Ich frage mich nämlich immer wieder weshalb Menschen mit Prüfungsangst sich nicht einfach hinsetzen und lernen?
Die Antwort ist mehr oder weniger relativ einfach. Sie fühlen sich hilflos. Was hat jetzt aber Hilflosigkeit mit Lernen zu tun?
Gehen wir mal davon aus, man hat sich vorbereitet (vielleicht mehr recht als schlecht, aber man hat was getan) und in der Prüfung geht schließlich alles schief. Da kommt doch relativ häufig das Gefühl auf, dass der Lehrer schuld sei, oder? Bestimmt hat der Lehrer extra schwere Aufgaben ausgewählt, die man nie so im Unterricht behandelt hat. Leider ist das nur in den seltensten Fällen so, aber das Gefühl genügt um sich hilflos zu fühlen. Man kann ja nicht den Lehrer ändern! Und dass man sich selbst ändern müsste und eventuell genauer im Unterricht aufpassen müsste, darauf kommt man in solchen Fällen oft nicht. Folglich gilt: “Die Anderen sind schuld an meinem Versagen! Und ich kann da sowieso nichts dagegen tun!”

Gemeinsam schafft man mehr!

Um diese Gedanken zu durchbrechen ist leider dann oft Hilfe von Eltern, Lehrern und anderen Menschen notwendig. Es ist sinnvoll gemeinsam diesen Gefühlen auf den Grund zu gehen und nicht einfach mal zu schimpfen oder aufzutragen zu lernen. Lehrer können einem auch eine genaue Liste mit Aufgaben geben, die zur Vorbereitung auf die Schulaufgabe dienen, sodass die Prüfung besser einschätzbar wird und man nicht hilflos vor einem Berg an Lernstoff steht und nicht weiß, wie man das alles Lernen soll.

Wichtig ist einfach, dass niemand verurteilt wird, weil er oder sie in den Prüfungen nicht die richtige Leistung bringt, sondern, dass sich alle an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen statt irgendjemanden die Schuld in die Schuhe zu schieben. Und Lösungen sowie auch Lerntipps finden sich hier im Blog auf alle Fälle genug ;)

Ziele setzen bringt´s!

Es kommen immer wieder Schüler zu mir, die mir von ihren Zielen erzählen. Der eine meint:” Hmm.. ich schaffe das Schuljahr eh nicht, was solls.” Eltern von einem anderen Schüler wollen unbedingt, dass er den Schritt auf die Realschule schafft, obwohl im Zwischenbericht nur 4er standen.

Was mag wohl an diesen Zielen falsch sein? Hauptsache irgendein Ziel denkt man sich doch oft. Leider ist es nicht so einfach. Der erste Schüler wird beispielsweise überhaupt nichts mehr im Schuljahr lernen und der zweite Schüler wird unter Druck gesetzt von einem Ziel das nicht erreichbar ist. Schlimmstenfalls entwickelt sich beim zweiten Schüler Prüfungsangst. (Habt ihr schon mal ausgerechnet, welche Noten ein 4er Schüler im zweiten Schulhalbjahr schreiben müsste um auf eine Zwei zu kommen?? – Überwiegend Einsen!!!)

Aber jetzt packen wir die schlechten Beispiele mal weg und formulieren neue Ziele. Hier eine kurze Anleitung dazu:
Das Ziel sollte eigenverantwortlich formuliert sein. Nicht “Der Lehrer muss in Zukunft netter zu mir sein” sondern “ich begegne meinen Lehrern freundlich und mit Respekt.”
Außerdem ist es sinnvoll das Ziel in der Gegenwart zu formulieren, denn ein zukünftiges Ziel lässt sich immer und immer wieder hinausschieben.
Ein weiterer Tipp ist das Ziel positiv zu gestalten. Der Satz “Ich bin cool und relaxt in der Schulaufgabe” wirkt sich wesentlich positiver auf dein Selbstbewusstsein aus, als “ich versage nicht im Test”, denn da wird man ja immer ans Versagen erinnert und das wollen wir ja zukünftig nicht mehr!
Zu guter Letzt sollte das Ziel realistisch sein. Ein Notensprung ist realistischer, als von der Fünf auf die Eins. Und lieber setzt man sich kleine Ziele, wie “ich erledige regelmäßig meine Hausaufgaben und lerne meine Lernfächer” als gleich feste Notenvorgaben festzusetzen. Denke immer daran: jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt!

Und möchtest du noch mehr über Ziele erfahren, dann empfehle ich immer das Buch von Karsten Ritschl ” Der Geist des NLP”.

Also weg mit den alten Zielen und neue realistische gesetzt!

 

Eure Astrid

 

 

Was man von Sportlern lernen kann – mentales Training

Kennt ihr den Film Cool Runnings? Wo jamaikanische Bobfahrer an den olympischen Winterspielen teilnehmen? In einer der Filmszenen sieht man den Steuermann, der sich Bilder von allen Kurven des Eiskanals einprägt und in einer anderen macht die Mannschaft Trockenübungen und tut so, als ob sie Bobfahren würde. Solche Dinge machen Sportler wirklich! Man nennt das mentales Training. Auch Formel 1 Fahrer fahren in Gedanken vor dem Rennen die Strecke nochmal ab und stellen sich einen positiven Ausgang vor.
Warum das nicht auch mal vor Prüfungen probieren? Im negativen Sinne macht man das viel zu oft, wenn man sich vorstellt, dass man im Moment der Prüfung total versagt. Jetzt drehen wir das Ganze einfach mal um. Mit umso mehr Sinnen man es sich vorstellt, also Geräusche, Gefühle (Was sehe ich? Was höre ich? Wie fühle ich mich?) etc., desto mehr Wirkung hat das mentale Training.  Wichtig ist es ebenfalls so eine Übung im entspannten Zustand durchzuführen und nicht nur einmal, sondern öfters.

Und so geht´s: Du stellst dir folgendes vor:

Du betrittst den Raum, in dem die Prüfung stattfindet. Du nimmst die Ausstattung, die Sitzordnung, den typischen Geruch wahr.
Du siehst die anwesenden Personen. Du siehst sie, lässt dich aber nicht von ihnen ablenken.
Die Prüfungsaufgaben werden ausgeteilt. Du drehst das Aufgabenblatt um, überfliegst es zunächst grob und liest dann alle Aufgaben sorgfältig durch. Du entscheidest dich nach zügiger, aber sorgfältiger Prüfung für eine sinnvolle Bearbeitungsreihenfolge.
Du arbeitest erfolgreich an den Prüfungsaufgaben. Du bist ruhig und konzentriert. Vereinzelt auftretende Schwierigkeiten bringen dich kurzfristig aus der Ruhe. Doch du weißt, Aufregung ist gestattet und verfliegt in der Regel von selbst. Unterstütze dies, indem du tief einatmest. Eventuelle Fehler korrigierst du und arbeitest konzentrierter weiter. Du kommst weitgehend problemlos voran und mit der Zeit gut zurecht.

 

Jetzt muss du es nur noch ausprobieren! Ich verspreche, es hilft wirklich!

Eure Astrid

Bei Prüfungsangst helfen positive Gedanken

Wir kennen die negativen Gedanken vor Prüfungen ja alle. Man sagt sich: “Ich schaffe das nie”, “Der Lehrer bringt bestimmt genau die Aufgaben dran, die ich nicht kann, weil er mich nicht leiden kann” und so vieles mehr. Manchmal kommt noch dazu, dass einem die Eltern nach der letzten schlechten Note einen Vortrag gehalten oder im schlimmsten Falle sogar geschimpft haben. Wahrscheinlich werden sie das auch wieder tun, wenn man jetzt die kommende Prüfung versemmelt. So drehen sich schließlich die Gedanken im Kreis und man macht sich zusätzlich noch selbst verrückt.

Nun heißt es aber die Gedanken an die Leine zu nehmen und sich selbst Mut zu machen! Wie wäre es, wenn man mal die negativen Gedanken bewusst in positive umformuliert?
Hier mal ein paar Vorschläge:

 

Es ist wichtig, dass jedes Mal, wenn man sich mit negativen Gedanken ertappt, diese anhält und sich überlegt, wie man sie anders formulieren kann. So, dass sie Mut und Hoffnung machen und vielleicht auch ein Gefühl der Sicherheit geben.

Auch die Eltern können dabei unterstützen, indem sie Mut machen und dabei helfen die negativen in positive Gedanken umzuformulieren.
Ich weiß, das ist nicht einfach für alle Beteiligten, aber es bringt garantiert mehr als schimpfen und es schont auf Dauer die Nerven von allen :-)

Eure Astrid

Der Teufelskreis der Prüfungsangst

Letzte Woche habe ich die Ursachen der Prüfungsangst beschrieben. Wenn man darüber nachdenkt, kann also schon die kleinste Niederlage eine ständige Angst verursachen.

Am Anfang steht also ein mulmiges Gefühl, wenn an die bevorstehende Prüfung gedacht wird. Das haben wir aber eigentlich fast alle. Schüler und Erwachsene, die Prüfungsangst haben machen sich nur leider zusätzlich noch selbst weiter Angst, indem sie sich Sätze denken, wie: ” Die Prüfung werde ich nie schaffen”, “Meine Konzentration wird nie ausreichen” oder “Beim Vortrag bringe ich keinen Ton raus”. Malt man sich die schlimme Situation schließlich noch in den lebendigsten Farben aus, man steht vor der Klasse und bekommt keinen Ton heraus, dem Lehrer steht das Entsetzen im Gesicht geschrieben und die Klassenkameraden biegen sich vor Lachen, weil einem ein blöder Satz herausgerutscht ist, dann ist die Panik vor der Prüfung perfekt.

Zu diesen negativen Selbstgesprächen und Vorstellungen kommen oftmals noch Zielsetzungen, die überhaupt nicht erreichbar sind. Hat man bis jetzt immer 5er geschrieben, dann ist eine Eins garantiert nicht das richtige Ziel! Leider nehmen sich das jedoch viele vor, obwohl sie genau wissen, dass es nicht erreichbar ist.

Der Teufelskreis

 

Und mit solch einer Panik vor einer Prüfung kombiniert mit Zielen, von denen man eh weiß, sie sind nicht erreichbar, soll auch noch für diese Prüfung gelernt werden?
Tut mir leid, ich glaube, das schafft nicht einmal der beste Schüler.
Oftmals wird dann zum Lernen der Lernstoff nur 5-mal durchgelesen oder es werden zwar Aufgaben zum Thema geübt, allerdings nur die, die sowieso vorher schon beherrscht wurden. Manche lernen durch die Angstgefühle überhaupt nicht! Schlimmstenfalls führt es am Ende dazu, dass man nicht mehr in die Schule geht!

Und was passiert dann in der Prüfung? Richtig – es geht nichts – Angst, Panik, Black Outs – schlechte Note. Und wir sind wieder am Anfang des Kreislaufes. Für die nächste Prüfung dient jetzt die letzte als Auslöser und es geht im Trott weiter.

Nun stellt sich die Frage, wie kommt man aus diesem Kreislauf heraus? Ich gebe zu, es ist nicht einfach. Doch es gibt viele Möglichkeiten und es müssen wahrscheinlich einige ausprobiert werden, bis es besser wird. Aber ich denke, wenn schließlich die Panik vor und in Prüfungen besiegt ist, hat es sich garantiert gelohnt!

Nächste Woche geht´s dann los mit den Tipps gegen negative Selbstgespräche und innere Vorstellungen.

 

Eure Astrid

Ursachen für Prüfungsangst

Letzte Woche ging es ja darum, dass Angst – also auch Prüfungsangst – etwas ganz natürliches ist. Nur hat nicht jeder Prüfungsangst und wenn, dann ist sie vielleicht nur auf ein bestimmtes Fach begrenzt. Nur wie kommt das?

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Bei jedem sind die Gründe natürlich unterschiedlich und nicht jede Prüfungsangst lässt sich auf einen bestimmten Auslöser zurückführen. Viele berichten, dass man im besagten Fach mal einen sehr strengen oder ungerechten Lehrer hatte und man deshalb die Angst entwickelt hat. Andere haben in ihrer Kindheit von den Eltern ständig gehört, dass sie in einem bestimmten Fach auch nie gut waren (Mathe ist hier der Spitzenreiter) und somit kann sich nicht wirklich ein positives Gefühl dem Fach über aufbauen. Auch allgemeine psychische Probleme, die sich auch die Schulleistung auswirken, können Prüfungsangst auslösen oder verstärken.

Also generell alles, was das Gefühl unterstützt, dass trotz lernen sich keine Erfolge einstellen werden, kann Prüfungsangst auslösen. Es lässt sich vielleicht auch mit einem Gefühl der Hilflosigkeit beschreiben. Typische Sätze sind: “Ich hab doch gelernt, aber es bringt trotzdem nichts.” Hört man solche Sätze, oder herrscht in einem solch ein Gefühl, sollte man aufmerksam werden. Denn das sind neben den Black Outs typische Anzeichen für eine Prüfungsangst.

Ist die Angst dann einmal da, findet man sich oftmals in einem Kreislauf wieder, der letztendlich im schlimmsten Fall dazu führt, dass man gar nichts mehr lernt oder Schule schwänzt. Dazu darf es nicht kommen!

Und da geht es auch nächste Woche weiter: mit dem Kreislauf der Prüfungsangst!

Eure Astrid